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    Manul im POÄNG

    KI und Beruf: Wer setzt sich durch?

    In Beratungen frage ich oft: Was werden Sie mit diesem Abschluss eigentlich machen? Nicht „Was möchten Sie werden?“, sondern ganz konkret: Was werden Sie tun, wo und für welches Gehalt? An dieser Stelle entsteht oft eine Pause. Denn die Entscheidung basiert meist auf ganz anderen Dingen:

    • das Fach gefällt mir
    • die Hochschule steht gut im Ranking
    • „dieser Beruf ist gefragt“

    Aber über eine Sache denkt fast niemand nach: Können Sie sich neu orientieren, wenn etwas nicht nach Plan läuft? Das eigentliche Risiko besteht heute nicht darin, dass ein Beruf „durch KI ersetzt“ wird. Das Risiko besteht darin, an eine einzige Rolle gebunden zu sein. Und wenn sich diese Rolle verändert, gibt es keinen Ausweichweg.

    In der Praxis ist es ganz einfach: Wenn Sie nur über einen engen Satz an Fähigkeiten verfügen, sind Sie von einer bestimmten Tätigkeit abhängig. Wenn sich Ihre Fähigkeiten auf andere Bereiche übertragen lassen, haben Sie Alternativen. Deshalb sollte man bei der Wahl eines zukünftigen Berufs nicht nur fragen: „Gefällt mir das oder nicht?“, sondern auch:

    • Was werde ich jeden Tag konkret tun?
    • Welche dieser Fähigkeiten lassen sich auf andere Bereiche übertragen?
    • Gibt es für diesen beruflichen Weg einen Plan B?

    Interesse ist wichtig. Aber es schützt nicht vor einer Sackgasse. Entscheidend ist nur eines: Wie beweglich Sie bleiben, wenn etwas nicht nach Plan läuft.

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